Samstag, Dezember 23, 2006

Netgear wg111 v2 unter linux

Hallo zusammen,

ich möchte hier diese Kurzanleitung für alle zur Verfügung stellen, die Probleme mir ihrem Netgear wg111 v2 USB-Stick haben.

Ich beziehe mich hier ausschließlich auf die Version 2 da ich selbst diesen installiert habe und die Version 1 eine anderen Chipsatz hat, Prisim, dieser hat keine Probleme und ist meines Wissens nach sofort einsatzfähig. Ziel ist es letztentlich, dass der Netgear wg111 v2 USB-Stick unter Ubuntu mittels WPA funktioniert.

Was mich sehr gestört hat - wie soll man die nötigen Paket installieren ohne Inet-Verbindung?!?!? *lol* sag ich da nur. Also Tipp an die Macher der Ubuntu isos "packt beim nächsten Update die ndiswrapper Pakete mit rein" :) dann haben wirs leichter *grins*

Fangen wir also an:

Als erstes muss man sich irgendwie folgende Pakete besorgen:


#ndiswrapper-common
#ndiswrapper-utils-1.8
#ndisgtk
#wpasupplicant


Dann ist es Zeit für die Treibercd oder ihr zieht euch gleich noch die Treiber von der Netgear Seite.

Wichtig!!! Hier stellte sich das Hauptproblem: Überall wird der XP oder Win2000 Treiber empfohlen. Das ist aber ein Trugschluss. Ausschließlich den Win98 Treiber funktioniert bei mir ohne Probleme. Die beiden anderen Treiber werden zwar erfolgreich eingebunden aber beim Versuch sich zu verbinden zeigt das LOG nur
ADDRCONF(NETDEV_UP): wlan0: link is not ready
.
Also wie gesagt, nimm den Win98 Treiber, mit diesem funtionierte es bei mir auf Anhieb. Kopiere das Driver-Verzeichnis am besten in das etc-Verzeichnis, da der Treiber logischerweise immer present sein muss. ^^

Öffne bitte die blacklist um das rtl8187 Modul zu deaktivieren.
Dies geschied mit:

sudo nano -w /etc/modprobe.d/blacklist


Dort fügst du am Ende der Liste folgendes ein:

blacklist r8187
blacklist ieee80211_rtl


Dies muss eingetragen werden damit der ndiswrapper korrekt funktioniert.

Stecke nun den WlanStick ein.

Öffent nun das Programm "ndisgtk" sucht den Win98 Treiber aus.
Nun sollte das so aussehen:


BILD


Derzeit unterstützt Gnome noch keine WPA Verbindung sondern "nur" WEP, was sich aber ändern soll, deswegen können wir getrost auf den "Schließenbutton" klicken.



ein kurzer Blick ins LOG mittels "dmesg" sollte die korrekte Einbindung des Treibes vorzeigen.

Sollte etwa so aussehen:


ndiswrapper version 1.22 loaded (preempt=no,smp=yes)
usb 6-1: reset high speed USB device using ehci_hcd and address 2
ndiswrapper: driver net111v2 (NETGEAR Inc.,3/16/2006,5.1213.06.0316) loaded
wlan0: vendor: 'Realtek RTL8187 Wireless LAN USB NIC '
wlan0: ethernet device 00:14:6c:ef:5c:43 using NDIS driver net111v2, 0846:6A00.F.conf
wlan0: encryption modes supported: WEP; TKIP with WPA, WPA2, WPA2PSK; AES/CCMP with WPA, WPA2, WPA2PSK


Desweiteren lohnt ein Test, ob der Stick auch die Funkzelle sieht.

dies kann man mit folgenden Befehl in der Konsole nachprüfen.

iwlist s


wünschenswert ist solche eine ähnliche Ausgabe:


wlan0 Scan completed :
Cell 01 - Address: 00:00:0C:66:03:70
ESSID:"FRITZ!Box WLAN 3050"
Protocol:IEEE 802.11g
Mode:Managed
Frequency:2.437 GHz (Channel 6)
Quality:0/100 Signal level:-76 dBm Noise level:-256 dBm
Encryption key:on
Bit Rates:1 Mb/s; 2 Mb/s; 5.5 Mb/s; 11 Mb/s; 22 Mb/s
6 Mb/s; 9 Mb/s; 12 Mb/s; 18 Mb/s; 24 Mb/s
36 Mb/s; 48 Mb/s; 54 Mb/s
Extra:bcn_int=100
Extra:atim=0


wenn das nicht der Fall ist solltest Du ein Reboot machen.

Wenn der Stick korrekt funktioniert muss nur noch eine Verbindung her.

Dazu benutzen wir wpa_supplicant!

Erstelle eine Datei mittels:

sudo nano -w /etc/wpa_supplicant/wpa_suppliant.conf


in dieser fügst du folgendes ein:

ctrl_interface=/var/run/wpa_supplicant
eapol_version=1
ap_scan=2
network={
ssid="netzname"
scan_ssid=1
proto=WPA
key_mgmt=WPA-PSK
pairwise=TKIP
group=TKIP
psk="password"
}


wichtig! sollte das Passwort im Klartextformat angegeben werden, muss es in " Zeichen gesetzt werden.

Diese Datei dann abspeichern und die "/etc/network/interfaces" Datei öffnen.

dort sollte wlan0 zufinden sein diese modifiziert man nur noch so wie folgt:


iface wlan0 inet dhcp
wpa-conf /etc/wpa_supplicant/wpa_suppliant.conf
auto wlan0


Nun, wenn alle Eintragungen richtig sind sollte eine Verbindung erfolgen.

Ein beherzter Blick ins LOG mit dmesg sollte die Verbindung geloggt haben.

Wenn Fragen auftauchen stehe ich gern zur Verfügung. :)

Konstruktive Kritik erwünscht.

cu
spaci76