Freitag, September 01, 2006

Offenes Büro

Microsoft hat im Bereich der Büropakete fast das Monopol. Jedes Kind kennt Word; Präsentationen werden mit PowerPoint (R) erstellt. Bei jedem gekauften Rechner ist mindestens ein abgespecktes Büropaket vom Quasimonopolisten dabei.
Interessant sind jedoch geschäftlich und damit produktiv genutzte Lizensen. Beim Umstieg auf das freie, offene Büropaket OpenOffice, zu Deutsch offenes Büro, kann ein mittelständiges Unternehmen pro Jahr durchaus vierstellige Beträge sparen. Das Benutzerinterface steht dem großen Vorbild aus Redmond inzwischen in nichts mehr nach. Dennoch stellen die allerwenigsten Unternehmen wirklich um. Die Gründe dafür sind vielfältig und menschlich: "Was der Manager nicht kennt, kauft er nicht.", der Mensch ist nunmal ein Gewohnheitstier.

Laut ct-Test läuft das Schreibprogramm von "Offenes Büro" sogar stabiler als das eigentlich aufgrund des Alters als ausgereift geltende Word.

Natürlich hat der Umstieg auf das offene Büro seine Nachteile, von der anfänglichen Grundskepsis mal ganz abgesehen. Nicht alle Dateien aus dem Hause Redmond werden optimal angezeigt. Der Funktionsumfang der offenen Excel Ausbaustufe kann mit dem kommerziellen Produkt nicht ganz mithalten. Auch der Datenbankabteil des offenen Büropakets ist noch stark ausbaufähig.
Das Totschlagargument für viele Unternehmen ist jedoch "Auskuck" bzw. Outlook, mit das beste Terminverwaltungsprogramm am Markt. Diesem hat das offene Büro nichts entgegenzusetzen, das freie Mozilla Donnervogel bietet zwar ausreichende Emailfunktionen, im Bereich des Kalendertums ist jedoch noch nichts vorhanden.

Um also den kompletten Umstieg ohne Einschränkungen zu vollziehen müssen wir also noch ein paar Jahre warten und die Communty von "Offenes Büro" am besten tatkräfig unterstützen.